„Code Red“: Jim Cramer reagiert auf den jüngsten Bitcoin-Crash

Veröffentlicht am 4. Februar 2026 um 20:06

Milliarden liquidiert, kritische Marken im Fokus – der Krypto-Markt erlebt einen brutalen Leverage-Flush

Foto: ChatGPT

Der Kryptomarkt steht unter massivem Druck. Der jüngste Kurssturz von Bitcoin (BTC) hat innerhalb von nur 24 Stunden eine Welle an Liquidationen ausgelöst, wie man sie selbst in diesem volatilen Marktumfeld nicht alle Tage sieht. Allein Long-Positionen im Wert von rund 680 Millionen US-Dollar wurden aus dem Markt gespült – ein klares Zeichen dafür, wie überhebelt viele Marktteilnehmer positioniert waren.

Besonders viel Aufmerksamkeit erregte die Reaktion des bekannten CNBC-Moderators Jim Cramer, der sich auf der Plattform X (ehemals Twitter) zu Wort meldete. In gewohnt drastischer Sprache warnte er davor, dass Bitcoin nun gefährlich nahe an einem „Code-Red-Niveau“ notiere. Seiner Einschätzung nach ist die Marke von 73.600 US-Dollar eine entscheidende Unterstützung – ein Bruch könnte weitere Verkäufe nach sich ziehen.

Non-stop Carnage am Kryptomarkt

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Laut Daten von CoinGecko fiel Bitcoin zeitweise auf 72.185 US-Dollar und markierte damit ein neues Jahrestief. Parallel dazu kam es zu einem massiven Kapitulationsereignis: Insgesamt wurden Positionen im Wert von 861,28 Millionen US-Dollar liquidiert. Davon entfielen etwa 677,53 Millionen US-Dollar auf Long-Trades – Trader, die auf steigende Kurse gesetzt hatten.

Dieser abrupte Abverkauf ist Teil eines klassischen Leverage-Flushs. Zu stark gehebelte Positionen werden in kurzer Zeit aus dem Markt gedrückt, was die Abwärtsbewegung zusätzlich beschleunigt. Für viele Marktbeobachter ist das zwar schmerzhaft, langfristig aber ein notwendiger Reinigungsprozess.

Droht der Rutsch unter 70.000 Dollar?

Der aktuelle Einbruch öffnet charttechnisch die Tür zur psychologisch wichtigen 70.000-Dollar-Marke. Genau hier hatte bereits Michael Burry, bekannt aus „The Big Short“, gewarnt: Ein nachhaltiger Bruch dieses Niveaus könnte institutionelle Margin Calls auslösen und den Verkaufsdruck weiter verstärken.

Noch düsterer klingt das Szenario des legendären Chartanalysten Peter Brandt, der im Falle einer anhaltenden Schwäche sogar Kurse um 54.000 US-Dollar für möglich hält. Ob es tatsächlich so weit kommt, hängt maßgeblich davon ab, ob Käufer bereit sind, auf den aktuellen Niveaus wieder Risiko einzugehen.

Hoffnungsschimmer trotz Crash?

Trotz der roten Zahlen gibt es auch vorsichtig optimistische Stimmen. Matt Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise Invest, erklärte kürzlich, dass der Krypto-Winter „fast vorbei“ sei. Aus seiner Sicht könnten genau solche Kapitulationsphasen den Grundstein für die nächste Aufwärtsbewegung legen.

Ob der Markt diese Hoffnung teilt, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Fest steht: Bitcoin befindet sich erneut an einem kritischen Punkt, an dem Emotionen, Liquidität und Makrofaktoren aufeinanderprallen. Für Anleger heißt das vor allem eines – Nerven bewahren und Risiken realistisch einschätzen.

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