Krypto-Apokalypse im Anmarsch: „Dr. Doom“ warnt vor dem totalen Kollaps

Veröffentlicht am 4. Februar 2026 um 15:33

Der Ökonom Nouriel Roubini, der die Finanzkrise 2008 vorhersagte, sieht das Ende der Kryptoindustrie gekommen – trotz einer historisch krypto-freundlichen Regierung.

Foto: ChatGPT

Der renommierte Wirtschaftswissenschaftler Nouriel Roubini, bekannt unter dem Spitznamen „Dr. Doom“, schlägt erneut Alarm. In einer düsteren Prognose warnt er vor einer bevorstehenden „vollumfänglichen Krypto-Apokalypse“. Seiner Ansicht nach steuert die gesamte Branche auf ein katastrophales Ende zu.

Roubini argumentiert, dass selbst die krypto-freundlichste Regierung der Geschichte nicht in der Lage gewesen sei, einen Sektor zu retten, der aus seiner Sicht keinen realen Nutzen biete – abgesehen von Kriminalität, Betrug und Korruption. Die große Hoffnung auf eine neue Ära der Kryptowährungen habe sich als Illusion entpuppt.

Das Scheitern der Pro-Krypto-Politik

Noch vor einem Jahr galt die neue, deregulierungsoffene Administration als Startschuss für ein goldenes Krypto-Zeitalter. Enthusiasten prophezeiten einen möglichen Bitcoin-Anstieg auf 200.000 US-Dollar.

Die Realität sieht laut Roubini jedoch völlig anders aus: Trotz politischer Rückenwinde ist der Markt eingebrochen. Bitcoin liegt im Februar 2026 rund 35 % unter seinem Hoch vom Oktober und erreichte zuletzt den niedrigsten Stand seit November 2024.

Der Mythos vom „digitalen Gold“

Während geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und explodierende Staatsdefizite den Goldpreis um über 60 % nach oben trieben, fiel Bitcoin im gleichen Zeitraum um 6 %.
„Jedes Mal, wenn Gold auf geopolitische oder handelspolitische Verwerfungen reagierte, brach Bitcoin ein“, schreibt Roubini. Sein Fazit: Krypto ist kein Schutz, sondern ein Hebel für Risiko.

Auch die Bezeichnung von Kryptowährungen als „Währung“ hält er für grundsätzlich falsch. Sie versagten als Recheneinheit, Zahlungsmittel und Wertaufbewahrungsmittel gleichermaßen.

Das Ende des Experiments

Nach 17 Jahren Innovation sieht Roubini nur eine einzige echte Erfolgsgeschichte: Stablecoins. Dezentralisierte Finanzsysteme (DeFi) hingegen würden niemals skalieren. Kein ernstzunehmender Staat werde die dafür nötige Anonymität zulassen, da sie Kriminellen Tür und Tor öffne.

Die Zukunft des Geldes, so Roubinis Schlussfolgerung, liege nicht in Krypto-Experimenten, sondern in einer schrittweisen Weiterentwicklung traditioneller Finanzsysteme – mit effizienteren, staatlich regulierten digitalen Buchungssystemen.

Der Ton ist klar: Für „Dr. Doom“ tickt die Uhr für die Kryptoindustrie unerbittlich.

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