„Rich Dad Poor Dad“-Autor unter Beschuss: Krypto-Community kritisiert Kiyosakis Bitcoin-Aussagen

Veröffentlicht am 6. Februar 2026 um 10:43

Robert Kiyosaki sorgt mit widersprüchlichen Tweets zu Bitcoin und Ethereum für Ärger

Foto: ChatGPT

Der bekannte Investor und Bestsellerautor Robert Kiyosaki steht erneut im Mittelpunkt einer hitzigen Debatte. Nach einem aktuellen Beitrag auf X (ehemals Twitter), in dem er über Bitcoin, Ethereum, Gold und Silber sprach, erntete der Finanzguru diesmal keine Zustimmung – sondern deutliche Kritik aus der Krypto-Community.

Kiyosaki wartet auf neue Tiefstände

In seinem Tweet erklärte Kiyosaki, dass er derzeit keine Käufe bei Gold, Silber oder Bitcoin tätige. Er betonte, dass er:

  • Gold zuletzt bei rund 300 US-Dollar

  • Silber bei 60 US-Dollar

  • Bitcoin bei etwa 6.000 US-Dollar

akkumuliert habe – und aktuell auf neue Kurs-Tiefs warte, bevor er erneut einsteige.

Zugleich räumte Kiyosaki ein, kürzlich Bitcoin und Gold verkauft zu haben – eine Entscheidung, die ihm eigenen Angaben zufolge widerstrebt. Als Grund nannte er steuerliche Belastungen durch Kapitalertragssteuern. In einem früheren Beitrag hatte er zudem erklärt, dass der Verkauf teilweise dem Kauf eines neuen Hauses diente.

Seine aktuelle Strategie sei Geduld:
Er wolle erst dann wieder Gold und „digitales Gold“ kaufen, wenn neue Tiefpunkte erreicht seien – und werde die Community darüber informieren, sobald es so weit sei.

Bei Ethereum zeigte sich Kiyosaki weniger zurückhaltend. Davon besitze er aktuell genug, plane jedoch, seinen Bestand weiter auszubauen.

Community reagiert mit Skepsis und Vorwürfen

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten – und fielen überwiegend negativ aus. Besonders brisant: Die Community Notes auf X, ein von Nutzern betriebenes Faktencheck-System, widersprachen Kiyosakis Darstellung offen.

Dort wurde darauf hingewiesen, dass Kiyosaki erst am 23. Januar öffentlich erklärt hatte, weiterhin Bitcoin, Gold, Silber und Ethereum zu kaufen – unabhängig davon, ob die Preise steigen oder fallen. Zu diesem Zeitpunkt lag der Bitcoin-Kurs bei rund 90.000 US-Dollar.

Mehrere Nutzer warfen ihm daraufhin Widersprüchlichkeit und sogar Irreführung vor. Andere kritisierten, dass sich seine Aussagen über extrem günstige Einstiegspreise nicht überprüfen ließen – auch wenn sie auf den ersten Blick beeindruckend klingen mögen.

Zwischen Investment-Ikone und polarisierender Figur

Robert Kiyosaki gilt seit Jahrzehnten als Verfechter von Sachwerten und als scharfer Kritiker des traditionellen Finanzsystems. Doch gerade in der Krypto-Szene stößt seine Kommunikation zunehmend auf Widerstand – vor allem dann, wenn frühere Aussagen im direkten Widerspruch zu neuen Tweets stehen.

Fazit

Der jüngste Vorstoß von Robert Kiyosaki zeigt, wie sensibel die Krypto-Community auf Inkonsistenzen reagiert – besonders bei prominenten Stimmen. Während Kiyosaki sich als geduldiger Opportunist positioniert, der auf den perfekten Einstieg wartet, sehen viele Nutzer vor allem wechselnde Narrative und schwer überprüfbare Behauptungen.

Ob seine Strategie langfristig aufgeht, bleibt offen. Klar ist jedoch: In einem Markt, der stark von Vertrauen und Transparenz lebt, reicht ein großer Name allein nicht mehr aus, um Kritik zum Schweigen zu bringen.

Kann SOL „nochmal sterben“? Solana-Gründer kontert Crash-Angst mit Game-of-Thrones-Zitat

Yakovenko erklärt, warum Solana nach 2023 praktisch unzerstörbar ist

Kommentar hinzufügen

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.